Es gibt nicht einmal fließendes Wasser
Einer der größten Unterschiede zwischen Emmas Zuhause und einem gewöhnlichen Haus wird deutlich, sobald man über die Sanitäranlagen nachdenkt. Es gibt nämlich keine. Emma sammelt Regenwasser vom Dach und speichert es zur späteren Verwendung. Außerdem kann sie frisches Wasser aus der Umgebung beziehen, unter anderem aus einem nahegelegenen Fluss und einem Wasserfall.
Was das Baden angeht, hat sie andere Lösungen gefunden. Wasser lässt sich mit einem Feuer erhitzen, und zum Anwesen gehören eine Sauna sowie Möglichkeiten zum Baden im Freien. Selbst die Situation im Badezimmer ist völlig anders. Anstelle einer herkömmlichen Innentoilette, die an die Kanalisation angeschlossen ist, nutzt Emma Komposttoiletten außerhalb des Hauptwohnbereichs. Das mag nach einer großen Unannehmlichkeit klingen, doch Emma hat diese Abläufe in ihren Alltag integriert.
Und genau darin liegt der Schlüssel zum Verständnis ihres Lebensstils. Sie hat nicht einfach ein normales Haus genommen und Strom und Wasseranschluss entfernt. Sie hat ihr Leben so gestaltet, dass sie diese Dinge gar nicht erst benötigt. Das bedeutet natürlich nicht, dass alles mühelos ist. Wenn der Winter kommt, muss Emma genügend Brennholz hacken und vorbereiten, um sich warm zu halten. Wasser muss gesammelt, herangeschafft und sorgfältig eingeteilt werden. Die Annehmlichkeiten sind da – aber sie erfordern Arbeit.