Je kürzer die Tage wurden, desto dichter wurde die Sonnenblumenbarriere. Sie konzentrierte sich auf die Seiten der Hütte, die den starken Winden ausgesetzt waren. Die Schornsteinwand ließ sie unbedeckt, und sie hielt die Stängel in sicherem Abstand zu Funken und Flammen. Dort, wo die Bündel auf die Holzstämme trafen, ließ sie einen Spalt zum Atmen. Es war eine einfache Arbeit, aber sie ging nur langsam voran. Jedes Bündel musste trocken sein, fest zusammengebunden und so befestigt, dass es auch bei einer starken Windböe nicht quer über den Hof geweht werden konnte.
Den Nachbarn fiel es immer wieder auf. „Das wirst du doch sicher vor dem Winter alles abnehmen“, sagte eine Frau. „Nein“, antwortete sie. „Dafür ist es ja da.“ Die Nachbarin berührte einen Stiel und runzelte die Stirn. „Es fühlt sich an, als wäre da gar nichts.“ Die Frau spaltete ihn auf und zeigte ihr das weiche Innere. „Genau. Da ist viel Luft drin.“ Die Nachbarin sah sie weiterhin skeptisch an. „Luft wird die Kälte im Januar nicht abhalten.“ Die Frau zuckte mit den Schultern. „Vielleicht nicht. Aber ich finde es lieber jetzt heraus, als mich später zu fragen.“
Dann setzte der erste strenge Frost ein. Über Nacht bedeckte Frost den Boden, und auf dem Wassereimer neben der Tür bildete sich eine dünne Eisschicht. Sie hatte erwartet, dass die Wände der Hütte eiskalt werden würden. Stattdessen fühlte sich diese Seite deutlich anders an. Nicht warm. Nur weniger kalt. Das reichte ihr, um eine weitere Reihe hinzuzufügen.